Gefährdungsanalysen: Abhilfe bei verunreinigtem Trinkwasser

Als Betreiber oder Inhaber einer Wasserversorgungsanlage unterliegt man strengen Auflagen, die die Hygiene der Anlage betreffen. Davon ausgehend, dass Trinkwasser so beschaffen sein muss, dass vom Genuss keinerlei Gefahren für den Konsumenten ausgehen, muss die einwandfreie Beschaffenheit von Trinkwasser regelmäßig geprüft werden. Chemische und mikrobiologische Richtwerte dürfen nicht überschritten werden. Werden bei einer Prüfung zu hohe Messwerte festgestellt, muss nach § 16 Abs. 7 der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden. Vor allem Legionellen stellen ein Risiko für die Qualität des Trinkwassers dar. Für sie beträgt der technische Maßnahmenwert 100 koloniebildende Einheiten (KBE) pro 100 ml. Wird dieser überschritten, muss der Anlagenbetreiber eine Gefährdungsanalyse durchführen lassen, etwaige Sofortmaßnahmen einleiten und ggf. Umbauarbeiten vornehmen, um die Trinkwasserverbraucher zu schützen.

Erhöhte Messwerte machen eine Gefährdungsanalyse notwendig

Mit der Durchführung einer Trinkwasser-Gefährdungsanalyse muss ein hierfür qualifizierter Sachverständiger betraut werden. Die Experten der bähr ingenieure GmbH verfügen über die nötigen Qualifikationen, um solche Analysen unabhängig durchführen zu können. Die Untersuchung der Trinkwasseranlage erfolgt hinsichtlich der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik. Im Fokus der Untersuchung stehen die zentralen Installationen der Trinkwasserversorgung. Dazu gehören die Trinkwassererwärmung, Verteiler und Steigestränge sowie Zirkulationsleitungen. Denn eine Verunreinigung oder ein Legionellenbefall an einer dieser Stellen kann an zahlreichen Entnahmestellen zu einer Gefährdung führen. Wurden bei der Probennahme im Rahmen einer orientierenden Untersuchung erhöhte Messwerte festgestellt, muss eine Gefährdungsanalyse durchgeführt werden. Diese dient als Basis, um weitere Maßnahmen planen zu können, die zu einer Beseitigung der Kontamination führen und diese auch künftig vermeiden können. Werden erhöhte Messwerte festgestellt, ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, selbstständig die Trinkwasser-Gefährdungsanalyse zu veranlassen, auch ohne dass er hierzu gesondert aufgefordert wird. Um die Ergebnisse der Analyse beim Gesundheitsamt vorlegen zu können, müssen sie dokumentiert werden.

Inhalt der Gefährdungsanalyse

Eine Gefährdungsanalyse durch einen qualifizierten Ingenieur beinhaltet unter anderem:

Besichtigung der Anlage vor Ort nach Absprache
Erfassung aller anlagenrelevanten Daten in Hinsicht auf das Trinkwassernetz
Aufnahme von anlagenspezifischen Daten
Überprüfung, ob die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden
individuelle Auswertung der Daten
Empfehlung von Maßnahmen, die die Basis für die Arbeit des ausführenden Installateurs bilden, hierbei Auflistung und Dokumentation aller Mängel
Erstellung eines vollständigen Gutachtens, das durch Fotos ergänzt wird und auch dem Gesundheitsamt vorgelegt werden kann

Um eine objektive Beurteilung der von der Anlage ausgehenden Gefahren zu gewährleisten, muss ein unabhängiger Gutachter beauftragt werden, der frei von wirtschaftlichen und anderen persönlichen Interessen die Situation beurteilt. Dies dient auch dem Schutz des Anlagenbetreibers. Sollte es zu Schadensersatzforderungen gegen den Betreiber kommen, muss er möglicherweise die Unabhängigkeit des Gutachters und dessen Eignung hinsichtlich seiner Qualifikation nachweisen.

Unabhängige Ingenieure in Berlin

Die Ingenieure unseres Planungsbüros für Versorgungstechnik verfügen über die nötigen Qualifikationen, um unabhängige Gefährdungsanalysen nach § 16 Abs. 7 TrinkwV vornehmen zu können. Neben der Überprüfung der Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik führen unsere Ingenieure eine Analyse möglicher Schwachstellen durch und geben Ihnen als Anlagenbetreiber Hinweise, wie sie ihre Anlage künftig gegen ein Überschreiten der Messwerte schützen können.

Sind auch Sie Anlagenbetreiber und möchten sich über die Möglichkeiten zur Verbesserung Ihrer Anlage informieren oder benötigen Sie eine Gefährdungsanalyse? Dann sprechen Sie uns an!