Brandfallsteuermatrix: Damit im Ernstfall alles funktioniert

von Christian Bähr

 

Um eine Immobilie vor Feuer und Brandgefahren zu schützen, ist ein professionelles Brandschutzkonzept nötig. Es reicht diesbezüglich nicht aus, lediglich Löschgeräte und Warnanlagen einzurichten und autonom zu betreiben. Im Ernstfall müssen alle für den Brandschutz relevanten Komponenten zuverlässig zusammenspielen. Dazu zählt die Brandmeldeanlage genauso wie ein Sprachalarmierungssystem, Wärmeabzugseinrichtungen, eine funktionierende Fluchtwegbeleuchtung und Löschgeräte. Hinzu kommen weitere Einrichtungen wie die Steuerung der Aufzüge, der Klimaanlage und der Zutrittskontrolleinrichtung. Erst wenn alle Systeme einwandfrei aufeinander abgestimmt sind, lassen sich Feuer zügig eindämmen und größere Brandschäden vermeiden. Die Koordination all dieser Funktionen und Abläufe wird mit einer Brandfallsteuermatrix festgelegt.

Brandprävention mit Konzept

Die Brandfallsteuermatrix definiert, welche Vorgänge im Brandfall erfolgen müssen. Dabei übernimmt die Brandmeldeanlage eine zentrale Funktion: Für jeden Meldebereich wird genau festgelegt, was zu tun ist, sobald die dortigen Melder Alarm schlagen. Dazu gehören beispielsweise das Schließen von Brandschutztüren und die automatische Aktivierung der Löschanlage im Meldebereich. Ebenso müssen Maßnahmen, die eine Verbreitung des Feuers verhindern, vorausschauend eingeplant werden. Dabei kann es sich beispielsweise um die Abschaltung der Klimaanlage oder um die Schließung der Brandschutzklappen handeln. Nicht zuletzt wird in der Brandfallsteuermatrix festgelegt, welche Funktionen und Abläufe im Hinblick auf betroffene Personen im Gebäude erfolgen sollten. Hierzu zählen unter anderem die richtigen Sprachdurchsagen vom Sicherheitsdienst, eine koordinierte Ausführung des eingeübten Räumungsverhaltens oder die automatische Öffnung von Fluchttüren.

Die detaillierte Aufstellung aller Funktionen und Abläufe

Eine Brandfallsteuermatrix gibt eine umfassende Übersicht über alle im Brandfall relevanten Maßnahmen. In größeren Immobilien kann dies natürlich dazu führen, dass die Aufstellung schnell unübersichtlich wird. Aus diesem Grund wird eine Brandschutzmatrix oft in weitere Untermatrizen eingeteilt. Diese beziehen sich detailliert auf einzelne Geräte und Bauteile in den Meldebereichen. Ist die gesamte Brandschutzplanung aufgestellt, wird sie vom Sachverständigen im Rahmen der Gebäudefertigstellung übergeprüft. Fallen keine Überarbeitungsmaßnahmen an, erhält der Bauherr die Sicherheit, dass das Gebäude sowie alle Insassen im Ernstfall zuverlässig geschützt sind.

Bei der Brandfallsteuerungsmatrix den Experten zurate ziehen

Um eine lückenlose Brandfallsteuermatrix zu erstellen, sollte das Thema Brandschutz bereits in der Planungsphase eines Gebäudes berücksichtigt werden. Bauherren und Projektleiter sollten sich von Anfang an darüber Gedanken machen, welche technischen Einrichtungen an welche Stellen vorhanden sein müssen. Erst mit einer vollständigen und fachgerecht installierten Gebäudeausstattung lassen sich Feuernester schnell und zuverlässig bekämpfen und betroffene Bereiche ohne Zwischenfälle räumen. Die dafür nötige Unterstützung erhalten Bauherren und Projektleiter von dem Bauingenieur des Vertrauens. Der Bau- und Brandschutzexperte kennt sich mit dem Thema Brandprävention bestens aus und errichtet eine passgenaue Brandfallsteuermatrix für Ihre Immobilie.

 

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